In trauriger Tradition: Die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung

(CC-BY-SA 3.0) Bundesarchiv

Zur Ernennung von Marlene Mortler (CSU) als drogenpolitische Beauftragte der Bundesregierung erklärt Thorsten Wirth, Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland:

»Während weltweit neue Akzente in der Drogenpolitik gesetzt werden, wie zuletzt durch die vollständige Legalisierung von Cannabis in Uruguay, signalisiert die große Koalition mit der Ernennung von Marlene Mortler zur Drogenbeauftragen, dass man an der gescheiterten Prohibitionspolitik weiter festhalten will.

Schon einmal sorgte Eduard Lintner als Vertreter des erzkonservativen Flügels der CSU in der Position als Drogenbeauftragter der Bundesregierung für humanpolitischen Kahlschlag in der Drogenpolitik. Die neue Personalie lässt befürchten, dass diese traurige Tradition fortgesetzt wird. Wir werden Mortlers Arbeit sehr kritisch begleiten und kommentieren.

Diese Ernennung nehmen wir zum Anlass, ein weiteres Mal an die vorliegenden Anträge auf Selbstversorgung von Cannabispatienten durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zu erinnern. Sie dürfen seitens der Bundesregierung nicht weiter blockiert werden: Kranken darf nachweislich wirksame Medizin niemals vorenthalten werden.«

Die Piratenpartei setzt sich für eine Legalisierung aller Drogen und regulierte Abgabestrukturen ein, um die organisierte Kriminalität und die schleichende Vergiftung von Abhängigen zu bekämpfen. Sie nimmt damit in der deutschen Parteienlandschaft eine führende Rolle in fortschrittlicher Drogen- und Suchtpolitik ein.

Quellen:
[1] Rheinische Post Online: Marlene Mortler soll neue Drogenbeauftragte werden
[2] Süddeutsche: Freigabe von Marihuana in den USA – Legaler Rausch, weniger Kriminalität


Kommentare

2 Kommentare zu In trauriger Tradition: Die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung

  1. Peter Strohm schrieb am

    „Legalisierung aller Drogen“ – das ist nicht euer Ernst oder?! Wie kann man als Partei so verantwortungslos sein und sowas fordern! Es ist natürlich die Sache, dass man wenn man will daran kommt, d.h. aber nicht das man das noch unterstützen sollte damit alles frei verfügbar ist. Es ist die genau Art von Huxley Politik die ihr seit der Übernahme von den Linksradikalen bekommen habt. Noch mehr Konsum, noch mehr Drogen, gratis Geld für alles und jeden, Wahlklausel komplett wegschaffen (Italien ist unser leuchtendes Vorbild!). Richtige Politik könnt ihr oder wollt ihr nicht. Es geht um Unterhaltung, Ablenkung von wichtigen Themen. Ihr wollt BGE für alles und jeden, habt aber für ehemalige Bundesvorstandsmitglieder keinen Cent übrig. Wie war das nochmal „Der solle mal arbeiten gehen!“ Ich frage mich warum ihr so sehr auf RTL und Co schimpft. Im Grunde genommen seid ihr genauso wie die, Konsum, Ablenkung, Unterhaltung, nur mit anderen Mitteln.

  2. Sehr geerhte Damen und Herren der Piratenpartei Nordrhein-Westfalen,

    ich unterstütze euch in dem Punkt, denke aber das der Legalisierung eine umfangreiche schulische Bildung vorrausgehen sollte damit die Zahl der Sucht- und Drogentoten nicht ansteigt.
    Außerdem habe ich verschiedene Legalisierungsgegner gefragt, die auch behaupten das dies ein Punkt ist der auch ohne Legalisierung in Angriff genommen werden müsste.
    Heute erst habe ich den Jahresbericht 2015( Mai 2015 http://drogenbeauftragte.de/presse/interviews.html) von Marlene Mortler gelesen und war extrem entäuscht,wütend und teilweise von der „Intelligenz“ des Missachtens beeindruckt.
    Unsere Drogenpolitik weist extreme Mängel auf und sollte bald mal „renoviert“ werden. Dazu habe ich persöhnlich auch ein paar Vorstellungen ( welche die Arbeit aufteielen und somit erleichtern aber auch qualitativ verbessern würden), aber diese möchte ich hier nicht nennen.

    Zum vorherigen Kommentar muss ich noch sagen, dass er vermutlich von einer uninformierten Person stammt. Diese Ansicht ist eine art rechtsradikaler Drogenhass, ohne jegliche Aufgeschlossenheit für Infos und moderne Forschung bzw. Studien.
    Außerdem wäre er der jenige der bei RTL oder einer derartigen Variante zu sehen wäre.

    Dennoch muss ich sagen, dass ich mich solange aus der Politik vernhalte wie es geht. Sobald ich direkt integriert werde, ist dies nicht mehr vermeidbar. Diese Meinung teilen übrigens viele Leute aufgrund ihrer Unzufriedenheit mit der Umsetzung der REPRÄSENTATIVEN Demokratie.

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