Meetup in München: Piraten-Sicherheitskonferenz 2015 versammelt internationale Experten

Foto: CC-BY www.BerndSchreiner.de

Sicherheitspolitik nach Snowden, Bedrohungen durch Terrorismus, Medien-Mythen aus der „Lügenpresse“ und eben das, was tatsächlich passiert: dies war Thema auf der “PSC 2015″ (Pirate piratesecurityconferenceSecurity Conference 2015) am vergangenen Wochenende (24. bis 25. Januar 2015) in München.

BUNDESVORSTAND STEFAN KOERNER - FOTO be-him CC BY NC NDStefan Körner, Vorsitzender der Piratenpartei sagte in seiner Eröffnungsrede: “Lasst uns darüber diskutieren, ob wir nicht doch ohne Nachrichtendienste auskommen können. Lasst uns dafür kämpfen, dass Freiheit keine Randnotiz bleibt.”

Veranstaltet von der Piratenpartei, will diese Sicherheitskonferenz der Frage nachgehen, wie Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert neu gedacht und effektiv umgesetzt werden kann, ohne dabei die freiheitlichen Grundlagen unserer Gesellschaft aufs Spiel zu setzen.

ANGELIKA-BEER-MdL-SCHLESWIG-HOLSTEIN-FOTO-CC-BY-GERD-SEIDEL-BLOGEine Reihe hochkarätiger Referenten aus dem In- und Ausland, viele davon die führenden Experten in ihrem Gebiet, ging auf durchweg hohem Niveau, teils sehr polemisch und direkt auf die Machenschaften des Sicherheitsapparates ein.

Da war unter anderem Angelika Beer, Landtagsabgeordnete aus Schleswig-Holstein, die selbst „vor 20 Jahren mit der Kalaschnikow in der Hand“ Freiheitskämpfer unterstützte. Dr. Rob Imre, Wissenschaftler und Buchautor zum Thema Terrorismus, Enno Lenze mit einem packenden Vortrag über Realitäten in der ISIS-Warzone, Yvonne Hofstetter, Big-Data-Unternehmerin und zurzeit mit dem Buch “Sie wissen alles: Wie intelligente Maschinen in unser Leben eindringen und warum wir für unsere Freiheit kämpfen” unterwegs, der Gasexperte Prof. Dr. Hans-Georg Fasold zu Versorgungsrisiken und PETER FINKELGRUEN - FOTO Fred ViebahnTerrorgefahren mit Gasleitungen, Stephane Koch, Berater für Digitalstrategie und Dr. Daniel Jäger, Wissenschaftler sowie Peter Finkelgruen mit Infos über den Nahost-Konflikt.

Zwei Menschen vom friedensbewegten Informatikerverband FIFF stellten ihre neue Kampagne „Cyperpeace“ http://cyberpeace.fiff.de vor; sicherlich auch ein Anknüpfungspunkt für örtliche Aktivisten zu Bürgerrechten, Datenschutz und Überwachung.

Videos der Vorträge werden in den nächsten Tagen von der Konferenzorga zur Verfügung gestellt. Beamerfolien und schriftliche Unterlagen sind bereits jetzt als Download verfügbar.

Gastbeitrag von Stefan Müller


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