Sukzessivadoption: „Verfassungsgericht mahnt moderne Familienpolitik an“

Die Piratenpartei NRW begrüßt das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Adoptionsrecht homosexueller Paare, nach dem eine Sukzessivadoption für eingetragene Lebenspartner ab sofort möglich ist. [1]

Verfassungsbeschwerde eingelegt hatte eine Ärztin aus Münster, nachdem ihr Wunsch, auch Adoptivmutter des 2004 von ihrer langjährigen Partnerin adoptierten Mädchens zu werden, von den Gerichten abgelehnt worden war. Schon seit 2005 können eingetragene Lebenspartner die leiblichen Kinder des jeweiligen anderen Lebenspartner adoptieren (Stiefkindadoption).

„Patchworkfamilien sind schon seit Jahren weitgehend gesellschaftlich akzeptiert. Es besteht kein Grund, bei Regenbogenfamilien, also Familien gleichgeschlechtlicher Partner, und deren Kinder zu unterscheiden“, so Manfred Schramm, Mitglied der AG Familienpolitik der Piratenpartei Deutschland.
Das wird auch durch einen Forschungsbericht über die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften unterstrichen. [2]
Demnach entwickeln Jugendliche aus Regenbogenfamilien sogar ein höheres Selbstwertgefühl.

Die Piratenpartei setzt sich als Bürgerrechtspartei für die freie Gestaltung und rechtliche Anerkennung der Lebens- und Familienentwürfe unabhängig von sexuellen Präferenzen ein und sieht in dem heutigen Urteil die Bestätigung ihrer modernen Familienpolitik. [3]

[1] Bundesverfassungsgericht: Nichtzulassung der Sukzessivadoption durch eingetragene Lebenspartner ist verfassungswidrig
http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg13-009.html

[2] Forschungsbericht „Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften“
http://www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/pdfs/Forschungsbericht_Die_Lebenssituation_von_Kindern_in_gleichgeschlechtlichen_Lebenspartnerschaften.pdf?__blob=publicationFile

[3] Grundsatzprogramm der Piratenpartei Deutschland zur Familienpolitik
http://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#Geschlechter-_und_Familienpolitik


Kommentare

Ein Kommentar zu Sukzessivadoption: „Verfassungsgericht mahnt moderne Familienpolitik an“

  1. Die Frauen sollen ihre Weiblichkeit bewahren; und die Männer ihre Männlichkeit. Es ist besser, antisexuell oder heterosexuell zu sein, als homosexuell. Homosexuelle sollen nicht diskriminiert werden. Aber es darf kein Adoptionsrecht für Homosexuelle geben. Denn ein Kind braucht Mutter UND Vater.

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