Schulministerin verbreitet sexistische Klischees – Piraten lehnen Trennung nach Geschlecht im Unterricht ab

Mit ungläubigem Erstaunen haben die NRW-Piraten vernommen, dass Bildungsministerin Löhrmann (Grüne) in einigen Schulfächern eine pauschale Trennung nach Geschlecht wieder einführen will. [1]

Erneut wird ein Symptom behandelt, statt die Ursachen zu beseitigen. „Es ist unbestritten, dass in vielen Schulen dem Unterricht gerade in den naturwissenschaftlichen Fächern der Praxisbezug fehlt. Dies kann jedoch nicht dadurch ausgeglichen werden, dass die Schüler nach Geschlechtern unterteilt werden“, äußert sich Klaus Hammer, Koordinator im Arbeitskreis Bildung NRW. „Die Aussage der Ministerin, dass Mädchen sich eher mit Chemie anfreunden könnten, wenn sie wüssten, dass man damit Kosmetika herstellen kann [1], ist besonders peinlich“, sagt Hammer weiter.

Der Landesverband NRW der Piratenpartei teilt dieses bemerkenswert sexistische Klischee nicht. Löhrmanns Vorschlag führt in die falsche Richtung. Es ist gut und sinnvoll, Schülern entsprechend ihrer Interessen und ihrer Vorkenntnisse Bildungsangebote zu machen. Die Geschlechtertrennung löst nicht die Probleme, die durch fehlende Qualität des Unterrichts entstehen.

„Frau Löhrmann kann sich nicht an die Spitze der Integrations- und Inklusionsbewegung stellen wollen und dann solch einen Rückschritt in die Geschlechtertrennung vollziehen“, sagt Hammer.

Der Landesverband NRW der Piratenpartei begrüßt die Diskussion über differenzierte Bildungsangebote. Die Teilnahme darf aber nicht vom biologischen Geschlecht abhängig gemacht werden. Schüler müssen selbst wählen dürfen. Den Reformvorschlag der Bildungsministerin lehnen die NRW-Piraten als antiquiert ab.

Quellen:
[1]  http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article106413713/NRW-Schulministerin-fordert-getrennten-Unterricht.html


Kommentare

39 Kommentare zu Schulministerin verbreitet sexistische Klischees – Piraten lehnen Trennung nach Geschlecht im Unterricht ab

  1. Anonymous schrieb am

    Was für ein Unfug,

    das ist kein Sexismus. Durch Studien wurde belegt, dass getrennte Beschulung sinnvoll sein kann und insbesondere auch bei den Jungen einen positiven Effekt zeitigt.

    Ich bin bald Ex-Pirat, wenn sich die Spinner endgültig durchsetzen sollten…..

    • acepoint schrieb am

      Welche Studien? Und steht darin, dass Chemie für Mädels anhand von Kosmetikprodukten besser vermittelt wird? Und ein solcher Unterricht deshalb _getrennt_ erfolgen sollte?

    • Anonymous2 schrieb am


      Ich bin bald Ex-Pirat, wenn sich die Spinner endgültig durchsetzen sollten—¦..

      Reisende soll man nicht aufhalten …

    • Enrico M. schrieb am

      Was für Studien? Wer hat diese durchgeführt? Beweise!

      Es stimmt durchaus, dass Mädchen anders denken und lernen, als Jungen – aber genau da liegt doch der Gewinn. Wenn der Unterricht mehr dem zielgerichtetes Fordern der Interessen nachgehen würde, könnten beide Geschlechter von der unterschiedlichen Arbeits- und Lernweise gewinnen. Alles andere fordert nur wieder ein geschlechterspezifisches Klassendenken. Ich sehe schon wieder die Diskussionen vorm Arbeitsgericht – wenn sich jemand beschwert, dass ihre Bewerbung abgelehnt wurde, weil dort ein -Mächenschule steht.

      Wie im Artikel schon gesagt, wir dürfen unsere Probleme im Bildungsbereich nicht mit verrückten Ideen notdürftig reparieren wollen. Wir müssen uns den Ursachen annehmen und diese beseitigen, sonst bringt uns keine noch so hanebüchene Methodik nichts. Ein schlechter Unterricht bleibt ein schlechter Unterricht, und schlechte Lehrer bleiben schlechte Lehrer – egal ob da nun 20 Jungen oder 20 Mädchen sitzen.

    • gehlebosba schrieb am

      @ Anonymous Wieso Unfug?

      Glaubst es wäre heute genauso sinnvoll wie zu Anfang der Grünen, wenn sie heute den Vorschlag bekommen,dass sie sich aus Protestgrund doch bitte mal wieder nackt am Bundestag ketten sollten?
      Wie würde das denn heute aussehen?
      Nicht alles was früher genutzt hat, muss heute den gleichen Erfolg haben.
      Wie kommst du denn darauf? Das würde mich mal brennend interessieren.

    • ... schrieb am

      Ich finde nicht, das man in der Schule die Geschlechter trennen sollte. Klar lernen Mädchen anderes als Jungen haben andere Interessen und bring andere Leistungen im Sportunterricht aber das gilt eben nicht für alle Jungs und Mädchen ich finde man sollte eine Wahl Möglichkeit haben vielleicht nicht unbedingt ab der ersten Klassen aber so ab 5.

    • Andreas Simon schrieb am

      … die einzigen, die spinnen, sind die, die alles reglementieren, und quotieren wollen und an jeder Straßenecke Sexismus und Diskriminierung wittern. Wirres ideologisches Geseihere von Menschen, die keinerlei gesunden Menschenverstand haben und durch aufgeblasenes Gutmenschen- und Weltverbesserertum nur von ihrem eigenen Minderwertigkeitskomplex ablenken wollen.
      Manchmal kommt ein solch wirres Zeug aber auch von Politikern, die statistisch exakt herausgefunden haben wollen, welche noch nicht erschlossene relevante Wählergruppe mit solch einen Quatsch geködert werden kann.
      Die Menschheit verblödet immer mehr – aber weil dabei immer mehr Fremdworte benutzt werden – merkt’s keiner.

    • Knut Kristan Weber schrieb am

      Braucht man einen Basis-Beschluß um es völlig entsetzlich zu finden, dass Geschlechtertrennung im Chemie-Unterricht, von wegen Kosmetika usw. völlig daneben ist? Es ist doch die Kernaussage, die als Begründung für vielleicht sinnvolle Überlegungen (aber doch nicht gerade Chemie!) herhalten muss, die mir Angst macht. Mit der Intention, mit diesem Menschenbild, läßt sich kaum eine vernünftige Bildungspolitik herleiten. Auch wenn man dann mal durch Zufall trotz schlechter(!) Absicht eine vielleicht gute oder überlegenswerte Lösung für bestimmte Fälle oder Fächer findet. Mit dieser Befähigung wird das nicht oft passieren.
      Knut
      Pirat, IT-Admin und Chemiker.

    • Andreas Simon schrieb am

      Herzlich willkommen in der Basisdemokratie, Florian. Genauso hatte ich mir das vorgestellt: Für Deine eigene Meinung braucht’s einen Basis-Beschluss. Darfst Dich in die Ecke setzen, Dein Bild kommt auf’s Poster „Mitläufer des Monats“. Gott sei Dank hast Du nicht 70 Jahre früher gelebt. Das hätte für die Welt übel ausgehen können.

  2. Nun weis man ja, dass die Geschlechter spezielle Denkweisen haben. Auch, dass eben das Verständnis jeweils unterschiedlich arbeitet, jedoch kommen alle zu dem gleichen Ergebnis.

    Diese Unterschiedlichkeit ist geradezu befruchtend, im Lernprozeß, einzuordnen und daher unverzichtbar.

    Frau Löhrmann will ich natürlich nicht unterstellen, dass sie der Meinung ist: Wir Frauen verstehen alles schneller und besser!
    Hängt es nicht zu hoch und behandelt es freundlich. Zeigt lieber euere Sachkompetenz.

    Glückauf Werner

  3. Hermann Stubbe schrieb am

    Hey, wer wie ihr Piraten sehr schnell über „die Politiker“ schimpft, sollte nicht so schnell auf die Pauke hauen. Das ist nämlch genau das, was _manche Politiker_ viel zu oft tun und damit einen erheblichen Teil der Politikerverdrossenheit auslösen.
    Ich habe den EIndruck, dass der Autor des Textes kein Lehrer ist. Wie schwer es ist, im Alltag die langjährige Prägung der Kinder aufzuweichen und dass es eben gerade Mädchen durchaus motivieren kann, von Themen wie Kosmetik auszugehen, weiß jeder Lehrer, der in Schulen mühsam versucht die sexistischen Rollen abzubauen.
    Mit Hau-Drauf-Politikersprech a-la-Artikel-oben macht ihr nichts auch nur einen mm besser als die Grünen.
    Ich würde mir wünschen, dass auch die Piraten erstmal nachdenken, bevor sie vordergründige Pressemitteilungen abschicken.

  4. Pandapaw schrieb am

    „Es ist unbestritten, dass in vielen Schulen dem Unterricht gerade in den naturwissenschaftlichen Fächern der Praxisbezug fehlt. Dies kann jedoch nicht dadurch ausgeglichen werden, dass die Schüler nach Geschlechtern unterteilt werden“ –

    Sehe ich genauso! Ich hatte das Glück auf einer guten Gesamtschule unterrichtet worden zu sein. Das Fach „Naturwissenschaften“, in dem wir Kohlekraftwerksmodelle nachgebauten war mir wohl tausend mal lieber als das Herstellen einer eigenen Hautcreme im Chemie Unterricht. Wenn, dann sollte es eher Wahlmöglichkeiten geben, aber jemanden ein Thema aufgrund des Geschlechts vorzuschreiben fände ich schrecklich! Es ist schon schlimm genug, wenn die Klassen im Sportunterricht zu „Fußball für Jungs und Tanzen für die Mädchen“ unterteilt werden. Tatsächlich kann man sogar Mädchen für Mathematik, Physik und Informatik begeistern! Es hängt sehr viel mehr von den individuellen>/b> interessen der Schüler und von der Unterrichtsgestaltung als vom Geschlecht ab.

  5. C. Falk T. schrieb am

    Juhu Geschlechtertrennung!
    Ich, der an vorderster Front agiert, bin mal wieder total verwundert wie man überhaupt auf so eine Idee kommen kann.
    Zurzeit bewältige ich mein Abitur in Velgast und was für ein Zufall, Chemie liegt mir überhaupt nicht. Ich bezweifle jedoch das die Mädchen mich ablenken oder das sogar ich den Unterricht, als Junge, behindere.
    Am Anfang hab ich mich auf die Experimente gefreut. Knallgas, Galilei ´s Experimente und was für Fabelexperimente ich damals zu Beginn des Abis gehört habe. Die Realität sah/sieht anders aus. Ein Lehrer der vorne steht und „lustvoll“ schildert welche Ausgangspunkte, Geräte, Grundstoffe und Ziel des Experiments sind. Eine ganze Stunde alles im Hefter notiert und dann? Ja.. dann wird das Ergebnis des nie vollzogenen Experiments erklärt und muss notiert werden. Super! Praxis die mich bewegt und zum lernen motiviert!
    Da liegt eben das Hauptprobelm wie oben schon von Herrn Hammer erklärt wurde.

    Und das soll jetzt durch Geschlechtertrennung behoben werden? Ob der Lehrer nun vor 20 Mädchen sitzt und gezwungen ist monoton seinen Text runterzurasseln oder doch vor einer „Gemischtklasse“.

    Wie wäre es wenn man einfach mal die Schüler fragt und diese Befragung dann auch ernst nimmt!
    Manchmal hab ich echt das Gefühl das wir Schüler für zu dumm erklärt werden eine Meinung zu haben.

  6. Karsten schrieb am

    Ich finde, man sollte getrennten Unterricht nach MBTI ausprobieren.
    Davon würden auch weniger stereotypische Kinder und Jugendliche
    beiderlei Geschlechts profitieren und es würden nicht weiter
    Geschlechter-Klichees zementiert.

    • Andreas Simon schrieb am

      Statt sich um die sachliche Frage zu kümmern, wie man den Bildung und Erziehung verbessern kann, ergehen sich mittlerweile die Piraten – wie auch sonst in immer mehr Bereichen der Politik – in sinnlosen ideologischen Diskussionen um Frauenquoten, Geschlechterförderung und ob die transsexuellen Eichhörnchen genügend Chancen auf eine ungehemmter Persönlichkeitsentwicklung erhalten. GEHT’S NOCH? Ich hatte irgendwie ursprünglich mal den Eindruck, dass sich die Orangefarbenen dem gesunden Menschenverstand verschrieben habeb. Wie man sich doch täuschen kann.

  7. Celest schrieb am

    Wie will man denn mit geschlechtspsezifischen Lehrbeispielen a-la gehen wir mal von Kosmetik aus um die Mädchen zu motivieren, sexistische Rollen abbauen oder langjährige Prägungen aufweichen? Zudem man ja gerne zur Förderung des Verständnisses der weiblichen Schüler auch mal auf Beispiele zurückgreifen kann, die sie motivieren, aber warum muss das dann in getrennten Klassen stattfinden, anstatt einfach einen Austausch zwischen den beiden Geschlechtern zu fördern um das Verständniss zu vertiefen? Wobei ich bezweifle das die Aufmachung des Lehrstoffes das eigentliche Problem des Verstehens und langwierigen Interesses löst, selbst wenn die Verpackung (Beispielthema) dann interessanter erscheint, ist der Inhalt (Eigentlicher Lehrstoff) immernoch der selbe. Zudem werden sich auch einige Mädchen finden, die das Thema Kosmetik dennoch nicht motiviert sich für Chemie zu erwärmen, was soll dann mit diesen passieren?

  8. Bastian H schrieb am

    Das zusammenleben von Jungen und Mädchen, Mann und Frau ist unabdingbar. Es sollte schon in frühen Jahren für Selbstverständlichkeit erklärt werden. Desweiteren sollten die Kinder bzw. Jugendlichen selbst entscheiden dürfen wie ihre Klassenzusammensetzungen zustande kommen, und aus eigener Erfahrung spreche ich wenn ich sage dass 99 % der Schüler GEGEN getrennten Unterricht sind.

    Aber dennoch sollten wir den Grünen danken, denn Fehltritte der anderen Parteien sind beste und vorallem kostenlose Werbung für uns Piraten 😉

  9. Meandmymonkey schrieb am

    Die sollten das Schulsystem mal genauer untersuchen und dann in brauchbar und unbrauchbar aufteilen. Ein paar Studien hierzu wären sicher nicht verkehrt… Wenn endlich mal auf die Kinder eingegangen würde, dann hätten die sicher auch mehr Spass am lernen. Doch selbst wenn sie ihren Abschluss machen, sind die Aussichten nicht gerade rosig.

    Wir haben es mit einer neue Generation Mensch zu tun, die nun das alte System ablösen muss.

    Eine Trennung der Geschlechter ist so oberflächlich, so inhaltlos, so platt und widernatürlich und vor allem VERALTET, dass mir (fast) die Worte fehlen.
    Wenn wir uns trennen, dann doch lieber von den Grünen. 😀

  10. Lisa 459 schrieb am

    Die Trennung nach Geschlechtern im Chemieunterricht ist Sinnlos. Ich bin selbst ein Mädchen und interessiere mich mehr für die Funktionsweise einer Autobatterie als für Lippenstift und Wimperntusche.
    Man sollte die Schüler eher nach Interesse trennen aber doch nicht nach Geschlecht.
    Man muss die Qualität des Unterrichts & des Lehrpersonals verbessern um das Interesse der Schüler am Fach zu wecken. Es ist alt bekannt, dass man wenn man Spaß hat viel schneller lernt und die Dinge länger behält.

  11. Revolution2012 schrieb am

    Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Jungs durchaus von Mädchen abgelenkt werden können und dass das bei einem Teil der Jungs auch zutrifft. Ob die Disziplin in reinen Jungenklassen oder reinen Mädchenklassen besser aufrecht erhalten werden kann, können eigentlich nur Lehrer beurteilen, die auf einer Mädchen- oder Jungenschule arbeiten oder auch den Vergleich zwischen ihrer Schulform und anderen Schulformen kennen.
    Lehrinhalte nur für Mädchen oder nur für Jungs gibt es nicht und haben in der Debatte eigentlich nichts verloren.

  12. Dimitrij schrieb am

    Ich finde es Schade, dass Piraten diesen Sachverhalt so darstellen und ablehnen. Mädchen und Jungs haben unterschiedlichen Zugang zum Lernen und die Entwicklung der beiden Geschlecher läuft nicht gleich. Das liegt in unserer Natur Leute! Nur als Beispiel entwickelt sich die Feinmotorik bei den Mädchen viel früher als bei den Jungs. Es gibt viele solche Unterschiede und das liegt wie gesagt in der Natur. Hört auf mit solchen Ausdrücken wie „sexistische Klischees“ rumzuschmeißen, das Thema sollte man viel ernster nehmen.

  13. luisa55 schrieb am

    Wir hatten an meiner Schule in Duisburg schon Geschlechtertrennung. Werken, war für Jungens und Kochen für Mädchen. Viel lieber als am Kochtopf hätte ich an der Werkbank gewerkelt ;-). Durfte ich aber leider nicht – weil ich ein Mädchen bin. 😉 Ob ich das toll fand? Ganz sicher nicht!

  14. MalBisZumEndeDenken schrieb am

    Hallo Frau Ministerin Löhrmann,
    mit dieser Aktion geben Sie jedem ein Argument an die Hand, der Männern und Frauen unterschiedlich behandelt. Wo bitteschön bleibt denn die Gleichberechtigung?
    Ich dachte, wir würden uns gerade dafür einsetzten, dass Frauen für gleiche Leistung gleiches Geld bekommen. Und dass in den Vorstandsetagen Frauen genauso vertreten sind wie Männer.

  15. ron schrieb am

    wenn wir jetzt eh ins mittelalter zurück kehren,kann man dann die prügelstrafe nicht auch wieder einführen!!!
    das deutsche volk soll bloß aufpassen das die politik uns nicht noch mehr bevormundet

  16. WilliWurm schrieb am

    Ich halte es für ausgesprochen FAHRLÄSSIG bzw. irreführend sich ind der Pressemitteilung DER PIRATEN NRW primär auf einen Artikel aus der Welt zu berufen und dann ohne Differentierung die schlagwortartigen Überschrift noch zu übersteigern.
    Selbst der Untertitel der „Welt “ rückt ja schon den Titel zurecht:
    >>Mathematik, Informatik oder AUFKLÄRUNG: Getrennter Unterricht KANN Vorteile für beide Geschlechter haben, sagt NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann.<>Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) hat die Schulen ERMUNTERT, Mädchen und Jungen TEILWEISE AUCH getrennt zu unterrichten. Dies könne —“ zumindest zeitweise —“ etwa in Naturwissenschaften, Mathematik oder Informatik sinnvoll sein, sagte Löhrmann der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Studien zeigten, dass sich Schülerinnen in diesen Fächern besser in Mädchen-Gruppen entwickelten als in Gruppen, die Jungen und Mädchen gleich unterrichten.<>Mit UNGLÄUBIGEM Erstaunen haben DIE NRW-Piraten vernommen, dass Bildungsministerin Löhrmann (Grüne) in einigen Schulfächern eine PAUSCHALE Trennung nach Geschlecht WIEDER EINFÜHREN will.<< der PM strotzt m.E. nur so vor rhetorischen Überziehungen und argumentativen Tricks.

    Wenn wenigstens einzelne den Welt-Artikel zu Ende gelesen haben ist ja noch nicht alles verloren. Ein Ruhmesblatt für die PiratenPartei und piratige Arbeit ist die PM aber wohl NICHT!

  17. Hobbitlady schrieb am

    Du hast recht! Das Piraten-Statement ist irreführend. Ich HABE jetzt den Artikel gelesen, frage mich aber nach der Lektüre, was für einen Sinn der Vorstoß von Lührmann haben soll. Soweit ich weiß, gehört das Arbeiten in Arbeitsgruppen an Gesamtschulen zum Alltag. Und da kann es in gewissen Situationen sinnvoll sein, mal ’ne reine Mädchengruppe zu bilden, um sie bestimmte Inhalte erarbeiten zu lassen. Aber das sollte doch die Entscheidung der Lehrkraft sein. Wo ist das Problem?
    Mich stört an der ganzen Diskussion sowieso das Schubladendenken. Meine Tochter hatte eher das Problem, immer allen anderen Mathe erklären zu müssen, wenn der Lehrer nicht weiterkam. In einem wirklich guten Schulsystem sollte auf das Individuum eingegangen werden, wie im Piratenprogramm gefordert, aber davon sind wir Lichtjahre entfernt…

  18. Jacky Neiwel schrieb am

    Die Grünen sind selbst zum Großteil Pädagogen und merken daher nicht, dass es an ihnen liegt, wenn die Mädchen und Jungs im Unterricht nicht gut zusammenarbeiten. Getrennte Sportumkleidekabinen sind in Zeiten, wo sich schwule und Lesben frei outen können genauso wenig zeitgemäß, wie den Biounterricht zu trennen-nur um den Jungs zu beweisen, dass sie gewisse Vorteile haben.

    Die wenigen Mathelererinnen an unseren Schulen sind leider oft unterqualifiziert und das wird der Hauotgrund sein, warum Jungs bei Männern besser Mathe und andere Naturwissenschaften lernen können. Zumindest meine Lehrerinnen in der Grundschule waren in Mathe nicht zu gebrauchen. und die allermeisten Kosmetika bestehen garnicht aus komplizierten Chemikalien sondern sind einfachste Mischungen. Sie müssen nämlich per Gesetz essbar sein.

  19. Jacky Neiwel schrieb am

    „Es kommt darauf an, dass wir dem unterschiedlichen Zugang von Jungen und Mädchen zum Lernen gerecht werden“,

    @WilliWurm: Ein solcher Satz ist Teil der Rassenlehre. Und ob das so zutrifft oder nicht wurde niemals auch nur annähernd wissenschaftlich bewiesen und ist auch irrelevant. Damit torpediert sie jede deutsche Frau wieder zurück in die Küche vor dem Feminismus! PUNKT

    • WilliWurm schrieb am

      @Jacky Neiwel – Lol:

      In jeder Internet-Diskussion zieht nach spätestestens 2 Hin und Her jemand den Nazivorwurf aus der Tasche.

      Bleib bitte auf dem Boden und bei der Sache.

      • Jacky Neiwel schrieb am

        Wenn man den Leuten klarmachen will, dass sie auf dem VÖLLIG falschen Gleis sind, dann muss man sich schon n bisschen extremer ausdrücken, sonst fangen sie nicht an drüber nachzudenken.

        Ich will keine geschlechtsgetrennten Umkleidekabinen mehr in Sporthallen, ich will keine Kleidervorschriften mehr und ich möchte auch keine Geschlechtsaufschriften auf Parfumes oder Deos haben. Jeder soll in einem freiem Land rumlaufen dürfen, WIE er will. Und es juckt mich garnicht, wenn Frauen aufs Männer WC gehn, während ich am pullern bin. Die Realität ist den gesellschaftlichen Vorschriften bereits weit voraus.

  20. Mitkrieger schrieb am

    Um mal dem ganzen Studien-Geschwurbel entgegenzutreten:

    Es gibt (Stand Nov. 2011) KEINE seriösen wissenschaftlichen Studien, die Vorteile von getrennten Klassen nachweisen.
    Es gibt aber Belege dafür, dass Geschlechtertrennung zu vermehrter Klischeebildung beiträgt und institutionellen Sexismus legitimiert.
    „There is no well-designed research showing that single-sex (SS) education improves
    students—™ academic performance, but there
    is evidence that sex segregation increases
    gender stereotyping and legitimizes institutional sexism.“

    Science Studie
    Full Text

    • Hans-Martin schrieb am

      Es wäre wirklich hilfreich, dazu mal die verschiedenen Studien zusammenzutragen und hinsichtlich ihrer methodischen Qualität und Vergleichbarkeit und der wissenschaftlichen Tendenz ihrer Autoren zu kommentieren. Zu den Autoren der Science-Studie steht z.B. unter dem Artikel:
      *All authors are founders and uncompensated board members of the nonprofit American Council for CoEducational Schooling
      Dass diese Autoren kaum pro-Geschlechtertrennung schreiben werden, ist offensichtlich. Ob ihre Analyse im Rahmen ihrer Agenda objektiv genug ist, kann ich nicht beurteilen.
      Statements aus dem Bauch heraus oder auf der Basis dogmatischer Festlegungen bringen nicht viel, und auch ad hominem Attacken kann man sich sparen. Ich hab eigentlich noch die Vision, dass die PP an Sachfragen mit sauberer Analyse und fundierten Argumenten rangeht statt mit Schlammschlachten und Schnellschüssen. Wäre schön, wenn diese Vision nicht zur Illusion wird.

  21. Sven Bögner schrieb am

    Es ist gerade Mode, Menschen auf das Geschlecht zu reduzieren. Ja, es gibt den typischen Jungen und das typische Mädchen. Aber es gibt auch Jungs und Mädchen, die ganz anders sind. Mit Löhrmanns Schwarz-/Weiß-Malerei ist niemandem gedient. Man sollte schwache Schüler und Schülerinnen besser fördern – aber nicht einfach nach Geschlecht trennen.

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