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Open Data verbessert den Service im Öffentlichen Personennahverkehr

Angesichts der Streitigkeiten zwischen der DB und openPlanB [1,2] fordern die NRW-Piraten, dass sämtliche Unternehmen, die im öffentlichen Auftrag Busse und Bahnen betreiben, ihre Fahrplandaten auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

In der Antwort auf eine Kleine Anfrage [3] der Piratenfraktion im Landtag NRW erklärt die Landesregierung, dass allein in NRW vier unterschiedliche Fahrplanauskunftssysteme eingesetzt werden. Zudem werden die Daten der unterschiedlichen Systeme untereinander ausgetauscht. Ebenso liege eine Schnittstelle für die Weitergabe an die Öffentlichkeit vor. [4]

„Angesichts der Förderquoten von 75 bis 100 Prozent erscheint es umso verwunderlicher, dass sich die DB in einem offenen Brief auf formaljuristische Gründe beruft, um eine Herausgabe Daten zu verweigern und dem »openPlanB «-Projekt sogar Rechtsbruch vorwirft“, stellt Valentin Brückel, ÖPNV-Experte der NRW-Piraten, fest.

Die NRW-Piraten fordern eine konsequente Open-Data-Strategie für den ÖPNV. Millionen Kunden von Bus und Bahn verwenden mittlerweile Smartphone-Apps für ihre Reiseplanung. Neben den Apps der DB und der Verkehrsverbünde erfreuen sich dabei auch Apps von unabhängigen Entwicklern großer Beliebtheit.

„Zwar sind die Grundfahrpläne in allen Systemen vorhanden, doch kurzfristige Änderungen durch Baustellen oder Verspätungen werden oft nicht weitergeleitet“, ergänzt Brückel. „Wenn alle Unternehmen Ihre Daten in einheitlicher Form frei veröffentlichen würden, wäre Entwicklern und Kunden gleichermaßen gedient.“

Krähennest – Podcast der Piratenpartei Nordrhein-Westfalen

Quellen:
[1] Offener Brief der DB
[2] Deutsche Bahn wirft Open-Data-Projekt Rechtsbruch vor
[3] Kleine Anfrage
[4] Die Antwort