Christopher Street Day in Köln – die Piraten NRW sind dabei

Düsseldorf, 05.07.2013
Die Piraten NRW begleiten am 07. Juli 2013 ab 10:00 Uhr in Köln die Cologne Pride Parade – mit jährlich annähernd einer Million Besuchern – die größte und bedeutendste Parade zum Christopher Street Day in Deutschland. Dies ist in diesem Jahr bereits der vierte CSD in NRW mit Beteiligung der Piraten. „Wir setzen uns als Bürgerrechtspartei dafür ein, dass Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LGBT) rechtlich gleichgestellt und gesellschaftlich akzeptiert werden.“ sagt Mike Nolte, Listenkandidat der Piratenpartei zur Bundestagswahl.
In Deutschland waren homosexuelle Handlungen bis Ende der sechziger Jahre illegal (DDR: 1968, BRD: 1969). Seither schafften unter anderem zwei Dutzend weitere europäische Länder ihre Gesetze gegen homosexuelle Handlungen ab. Die international nicht anerkannte Türkische Republik Nordzypern ist das letzte verbleibende europäische Land mit derartigen Gesetzen.
Unterdrückung und gewaltsame Übergriffe auf homosexuelle Menschen sind heute noch weltweit an der Tagesordnung. Laut des Berichts der “International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association” (ILGA) aus dem Jahr 2009 sind homosexuelle Handlungen immer noch in achtzig Ländern der Welt illegal. In Mauretanien, Saudi Arabien, Sudan, Iran und Jemen, sowie in Teilen Nigerias und Somalias können homosexuelle Handlungen sogar mit dem Tode bestraft werden.
In Russland wurden alleine in den letzten 18 Monaten in acht Regionen Gesetze gegen sogenannte „homossexuelle Propaganda“ erlassen. Ali Utlu, Bundesthemenbeauftragter Queer der Piratenpartei Deutschland, ergänzt: „Dies soll so nicht bleiben. Homophobie ist inakzeptabel.“
Die Piratenpartei bekennt sich deutlich zu allen denkbaren Formen des Zusammenlebens und nimmt deshalb auch in diesem Jahr an zahlreichen Christopher Street Day Aktivitäten im gesamten Bundesgebiet teil, um gegen weltweite Diskriminierung und Ausgrenzung zu protestieren.

Kommentare

6 Kommentare zu Christopher Street Day in Köln – die Piraten NRW sind dabei

  1. Loyd Q. Ball schrieb am

    Situationsbedingte Homosexualität kommt vor allem in Umgebungen vor, in denen über längere Zeit nur Personen des gleichen Geschlechts leben. Als typische Orte gelten Haftanstalten , Erziehungsanstalten, Schiffe auf See, U-Boote , Bohrinseln , Kasernen , Klöster und Konvente, Internate, Sportteams auf Tournee und abgelegene Arbeitslager etwa bei Minen oder Großbauprojekten. Vor allem dort wird sie auch als Not-Homosexualität, Knasthomosexualität und während des Nationalsozialismus als Lagerhomosexualität bezeichnet. In der Wissenschaft spricht man manchmal auch von bisexuellem Sexualverhalten, homosexuellen Ersatzhandlungen oder experimenteller Homosexualität. Unter situativer Homosexualität fällt auch oft mannmännliche Prostitution; diese ist Standardbeispiel für Pseudohomosexualität. Jugendliche gleichgeschlechtliche Handlungen werden nur in getrenntgeschlechtlichen Umgebungen dazugezählt, manchmal werden sie als Entwicklungshomosexualität bezeichnet. Einige Aspekte in dieser sonst eigenen Betrachtung von Jugendlichen sind aber der situativen Homosexualität sehr ähnlich.

  2. In liberalen Synagogen gibt es seit Ende der sechziger Jahre die Bereitschaft, das Thema im Licht moderner Erkenntnisse neu zu untersuchen. Woran liegt das? Das Umfeld der Frage hat sich erheblich gewandelt. Nach gegenwärtigen medizinischen Erkenntnissen ist Homosexualität oft eine Anlage, die die betreffende Person seit ihrer Geburt hat. Die Mehrheit aller homosexuellen Menschen hat in dieser Hinsicht keine Wahl und betrachtet ihre Anlage als naturgegeben. Man schätzt, dass etwa 5 – 10% der Bevölkerung homosexuell sind und es gibt keinerlei Anzeichen, dass der jüdische Anteil hier eine Ausnahme bildet. Daher wäre es falsch, diejenigen, deren Homosexualität zu ihrem natürlichen Leben gehört, als sündhaft zu betrachten. Sie sind, wie sie geboren wurden und können Genesis 1,27 paraphrasieren: „Als Mann und Frau schuf er mich“.

  3. Der dritte Versuch – Das neue Gesetz auch Homosexuelle und Mitglieder der lokalen LGBT-Community, die bereits Gegenstand einer diskriminierenden Regime mit ihresgleichen in der Welt, könnte sogar verhaftet werden und sicherlich „andere Vorwurf festgenommen dass die Praxis der homosexuelle Handlungen. Ein Gesetz, dass bereits zweimal in der Vergangenheit bis zu diesem Punkt gekommen und hatte von den Wellen der „internationalen Empörung und starken Druck auf Museveni abgelehnt worden.

  4. Der dritte Versuch – Das neue Gesetz auch Homosexuelle und Mitglieder der lokalen LGBT-Community, die bereits Gegenstand einer diskriminierenden Regime mit ihresgleichen in der Welt, könnte sogar verhaftet werden und sicherlich „andere Vorwurf festgenommen dass die Praxis der homosexuelle Handlungen. Ein Gesetz, dass bereits zweimal in der Vergangenheit bis zu diesem Punkt gekommen und hatte von den Wellen der „internationalen Empörung und starken Druck auf Museveni abgelehnt worden.

  5. gold price schrieb am

    Ich persönlich gehe davon aus und stosse hier auf Beistand, dass ohne unsere repressive Erziehung, den psychischen Druck und all die gesellschaftlichen Normen und Sanktionen die Menschen sicher zu sexuellen Reaktionen gegenüber beiden Geschlechtern fähig wären. Womit ich nicht wie Freud behaupten möchte, dass alle Menschen bisexuell wären. Und so schliesse ich mich Haeberle an, der behauptet, dass Frauen wie Männer, die sich ihrer homosexuellen Neigungen gar nicht bewusst sind, lediglich die Produkte und Ergebnisse ihrer Erziehung sind. Was natürlich – wie schon erwähnt – nicht bedeuten soll, dass in einer idealen Welt mit offener und freier Erziehung alle Menschen ambisexuell wären. Zumal davon auszugehen ist, dass sich eine sexuelle Neigung ohnehin irgendwann herauskristallisiertbesser wäre es auf jeden Fall. Darüber hinaus, wie auch schon erwähnt, ist anzunehmen, dass die meisten Frauen und Männer sich ohnehin in Richtung Heterosexualität entwickeln würden. Was keinesfalls bedauernswert ist, vielmehr zu bemängeln ist hier, dass die meisten Menschen sich ihres eigenen ursprünglichen Potentials nicht bewusst sind und sich dennoch als den einzig richtigen Massstab ihren Mitmenschen gegenüber präsentieren. Und noch viel bedauernswerter – sicher auch aus eigener Erfahrung gesprochen – ist die Tatsache, dass die Engstirnigkeit einiger Menschen und ihrer oft in allen Übermassen ausgebildeten Intoleranz, und mit diesem so sehr einseitig geprägtem Verhalten basierend auf Unsicherheit und Unwissenheit, verletzend und persönlichkeitseinschränkend für alle die „anders“ sind wirkt.

  6. Veröffentlicht am 6. Juli 2013 unter Allgemein , pm und eingeordnet unter Bisexuelle , Christopher Street Day , Cologne Pride , CSD , Köln , NRW , Piraten . Hier der permanente Link zu diesem Artikel.

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