Mehr Anerkennung beruflich Pflegender

Düsseldorf, 30.08.2013

Die PIRATEN kritisieren die Werbekampagne der Deutschen Familienversicherung mit der Frage „Soll ihre Tochter Altenpflegerin werden oder freie Berufswahl haben? Versichern sie sich.“ (Bild)

Auch wenn die Familienversicherung sich bereits in einigen Medien davon als Einzelaktion einer Filiale distanziert hat, bleibt die Beleidigung eines ganzen Berufsstandes. „Die Deutsche Familienversicherung muss sich umfangreich bei den Berufsverbänden als Sprachrohr der beruflich Pflegenden entschuldigen“ so der Gesundheits- und Krankenpfleger und Bundestagskandidat der Piraten Thomas Weijers.

„Diese Werbeaktion verstärkt das schlechte Ansehen der wichtigen und schwierigen Arbeit der Altenpfleger und Krankenpfleger in Deutschland. Eine Aufgabe, die jede öffentliche Unterstützung benötigt und keine Seitenhiebe durch große Versicherungsunternehmen“ führt der Generalsekretär der Piratenpartei Sven Schomacker weiter aus, der ebenfalls Krankenpfleger ist.

Die Piratenpartei steht in ihrem Bundestagswahlprogramm für die Wiedereinführung eines gesetzlichen Personalschlüssel in der Pflege ein, der 1996 ohne Ersatz gestrichen wurde und die Personalplanung so rein wirtschaftlichen Zwängen ausgesetzt hat. 

In diesem Bestreben fühlen wir uns durch aktuelle Veröffentlichungen des internationalen Berufsverbandes für Pflege (International Council of Nurses) und dem Deutschen Berufsverband für Pflege bestätigt [3]. Arbeit in der Pflege macht zunehmend krank und zu wenig Personal gefährdet die Patienten, das sind die Ergebnisse der Stellungnahme. Abschließend sagt Thomas Weijers dazu: „Pflege muss den Bedürfnissen der Patienten gerecht werden und Sicherheit bieten. Ohne eine höhere Attraktivität des Berufes durch bessere Arbeitsbedingungen und mehr Anerkennung der Aufgaben in der Öffentlichkeit ist dies nicht zu schaffen!“

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