Private Sicherheitsleute offenbaren asylpolitische Konzeptlosigkeit der Landesregierung

Patrick Schiffer, Vorsitzender der Piratenpartei NRW, ist entsetzt: „Die Vorgänge in den Heimen der Asylsuchenden in Burbach und Essen offenbaren die völlige asylpolitische Konzeptlosigkeit der Landesregierung. Ohne Prüfung des Hintergrunds und ohne jede staatliche Kontrolle wurden schutzsuchende Menschen in die Obhut von ungeschulten Sicherheitsleuten gegeben. Das Leiden der Asylsuchenden dauerte mindestens zwei Wochen an, bis offizielle Stellen tätig wurden. Durch die Einbindung von Dienstleistern wie der in diesen Heimen verantwortlichen Firma European Homecare, wälzt die Regierung die eigene Verantwortung ab. Ich fordere die Landesregierung dazu auf, die Vorfälle in Burbach und Essen umfassend und unverzüglich selbst aufzuklären, und nicht auf Erklärungen des Betreibers zu warten.“

Der Pirat und Landtagsabgeordnete Frank Herrmann, Sprecher im Innenausschuss des Landtags NRW, ergänzt dazu: „Es wurde von der Landesregierung versäumt, für humane und an den Bedürfnissen der Schutzbedürftigen ausgerichtetete Standards zu sorgen und offensichtlich wurden nun Sicherheitsdienste ohne Eignungsprüfung engagiert. Unhaltbare Zustände herrschen zurzeit in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes und nun haben die jahrelangen Versäumnisse zu diesem traurigen Höhepunkt im Bereich der nordrhein-westfälischen Flüchtlingsaufnahme geführt. Das ganze System der Flüchtlingsaufnahme besteht nur noch aus Mangel, Druck und Verantwortungslosigkeit. Es muss jetzt endlich eine Neukonzeption der Flüchtlingsaufnahme in NRW entwickelt werden.“


Kommentare

2 Kommentare zu Private Sicherheitsleute offenbaren asylpolitische Konzeptlosigkeit der Landesregierung

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  2. zarathustra schrieb am

    moin

    das eigentliche probelm ist outsourcing.

    ich bin jetzt jemand und verlagere eine aufgabe.
    da nehm ich na logo den billigsten anbieter.
    soll er mal zusehen, das er klarkommt.

    dann muss an kompetenz und personal gespart werden, damit er möglichst billig ist.
    dann muss er eben nehmen, wen er kriegen kann (und froh sein, wenn er überhaupt jemanden bekommt).

    zu den standards sage ich nur sachsen-tüv.

    aber wie soll kontrolliert werden, wenn es zum einen zuviel zu kontrolieren gibt und zum anderen keine standards.
    (lesetipp: der spiegel, ausgabe 6.10.)

    fakt ist, dass der bund die kommunen punkto asyl nicht ausreichend (finanziell) unterstützt.
    – und die itaka lassen wir im mittelmeer ersaufen;
    die mittelmeerländer haben die flüchlinge und das ist deren problem und nicht das der eu, da fragt mensch besser nicht, was europa ist)

    statt meckern vorschläge machen!

    zarathustra

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