Die Krise unseres Finanz- und Geldsystems

Wie und durch wen entsteht unser Geld?

Der Prozess der Geldentstehung wird „Geldschöpfung“ genannt. Entgegen der landläufigen Meinung ist das Drucken von Banknoten und Münzen der weitaus geringste Teil der Geldschöpfung (inzwischen deutlich kleiner als 10 Prozent). Der Hauptakteur bei der Entstehung von Geld sind die Geschäftsbanken. Geld wird ausschließlich dadurch geschaffen, dass irgendjemand (Staat, Unternehmen, Bürger) einen Kredit bei einer Bank aufnimmt. Durch die Kreditvergabe entsteht das so genannte „Giralgeld“ —“ und zwar durch einen Buchungssatz in der Bankbilanz. Dafür muss weder „die Notenpresse angeworfen werden“ noch benötigt die Bank Spareinlagen o.ä., um dieses Giralgeld zu erzeugen. Unser Geld ist also eine Art „Schuldgeld“.

Je mehr sich Wirtschaftsteilnehmer verschulden, desto größer ist das Geldmengenwachstum. Dadurch wird auch deutlich, dass Wirtschaftswachstum vorrangig durch neue Schulden finanziert wird. Der Wirtschaftsboom Mitte des letzten Jahrzehnts bspw. resultierte zu weiten Teilen aus dem Konsum der amerikanischen Haushalte, die sich mit Hilfe der amerikanischen Politik des „billigen Geldes“ bis weit über die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit verschuldeten.

Noch einmal in aller Deutlichkeit: Geld entsteht, ohne gedruckt werden zu müssen. (Bank-)Kredite können vergeben werden, ohne dass dafür vorher ein entsprechendes Guthaben vorhanden sein muss. Sie müssen allenfalls refinanziert werden – entweder durch Geldanlagen oder durch Zentralbank-Kredite.

Steuern Zentralbanken das Geldmengenwachstum?

Das einzige Regulativ für das Geldmengenwachstum sind die Zentralbanken – im Euroraum die EZB. Ihr Auftrag ist die Geldwertstabilität und so versucht sie, die Inflation durch ihre Zinspolitik sowie durch ihre Kreditvergabe den Banken gegenüber zu steuern. Früher berichtete die Deutsche Bundesbank regelmäßig über die Entwicklung verschiedener Geldmengen (M1, M2 und M3). Heute beschränkt sich die EZB überwiegend auf die Kommentierung ihrer Entscheidungen zum Leitzins —“ meist mit Hinweis auf (erwartete) Inflationsraten. Warum?

Die Höhe der Kreditvergabe durch Banken – und damit die Geldmenge – wird im Wesentlichen von zwei Faktoren begrenzt: dem Eigenkapital der Banken und einem bei der Zentralbank zu hinterlegenden Mindestreservesatz. Letzterer ist jedoch inzwischen so gering (aktuell wurde er von 2% auf 1% gesenkt), dass er auf das Geldmengenwachstum nahezu keine Auswirkungen mehr hat. Demgegenüber hat die Eigenkapital-Knappheit der Banken durch Wertabschreibungen (erst bei Immobilien, jetzt bei Staatsanleihen) die Angst vor einer „Kreditklemme“ wieder verstärkt. Die Reaktion: günstige Zentralbankkredite in unbegrenzter Höhe, (Ramsch-)Anleihen von kränkelnden Staaten werden von der EZB aufgekauft oder als Sicherheit für Zentralbank-Kredite an Banken akzeptiert —“ alles Maßnahmen, die das Geldmengenwachstum beschleunigen.

In den letzten 20 Jahren hat sich das Geldmengenwachstum in ständig steigendem Maße vom Wachstum der jeweiligen Bruttoinlandsprodukte (BIP) entfernt —“ und das in nahezu allen großen Wirtschaftsnationen. Die Differenz zwischen Geldmengenwachstum und BIP-Wachstum wird oft auch als „wahre Inflation“ bezeichnet und liegt heutzutage weit über den öffentlich berichteten Raten.

Wie beeinflusst Geldmengenwachstum die Inflation?

Ein wesentlicher Grund, dass die gestiegene Geldmenge nicht die Verbraucherpreise ähnlich stark steigen lässt, liegt in den ungleichen Einkommens- und Vermögensverhältnissen. Die Geldmengenzuwächse landen nicht mehr in den Händen der breiten Masse der Einkommensbezieher (um dort zur Nachfrage nach Konsumgütern zu führen), sondern auf den Depots der Vermögensinhaber. Die Flutung der Finanzmärkte mit neuem Geld führt also nicht zu steigendem Verbrauch, sondern zu immer umfassenderen (und komplexeren) Vermögensanlagen.

Das Resultat sind immense vagabundierende Kapitalmengen, die auf der Suche nach immer neuen Renditezielen sind, und so immer schneller auf bestimmten Teilmärkten für die so genannten „Blasen“ sorgen. Diese „Vermögenspreis-Inflation“ wird z.B. in Form sprunghaft steigender Aktien- oder Rohstoffpreise sichtbar. Die Folge: Die Teuerung der Grundnahrungsmittel wird inzwischen weniger durch Zunahme der Nachfrage, als vielmehr durch die Spekulationen von Kapitalanlegern verursacht. Allerdings mit dem gleichen Ergebnis: Hunger und Tod!

Effekte des Zinses in unserem Geldsystem

Bei der Kreditvergabe werden Aktiv- und Passivseite einer Bankbilanz erhöht. Auf diese Weise wird neues Geld geschaffen – jedoch nur in Höhe der Kreditsumme. Das für die Zinszahlungen benötigte Geld wird nicht mit geschöpft. Es muss also entweder aus der bisherigen Geldmenge oder durch zusätzliche Schulden generiert werden. Werden die Schulden nicht getilgt – wie seit Jahrzehnten bei der Staatsverschuldung – entsteht ein Zinseszinseffekt. Dieser führt zu einer stetig steigenden Vervielfachung des Ursprungsbetrags (man nennt dies „exponentielles Wachstum“). Das gleiche Phänomen gibt es auf der Vermögensseite, wenn Zinseinnahmen wieder angelegt werden.

Manche Geldsystemkritiker halten den Zinseszinseffekt für eine Ursache der Schuldenkrise, da sich hierdurch Schulden wie Vermögen im Zeitverlauf exponentiell vermehren und irgendwann geradezu explodieren. Diese Ansicht ist nicht unumstritten. Sicher ist jedoch der Umverteilungseffekt: In allen Preisen sind die Kreditzinsen von Unternehmern und Immobilienbesitzern kalkulatorisch enthalten und werden letztlich vom Verbraucher bezahlt. Sie fließen denjenigen zu, die „ihr Geld für sich arbeiten lassen“. Je höher die Schulden- und Vermögensberge werden, desto größer ist der Umverteilungseffekt durch den Zins.

Die Politik und die Schuldenspirale

Die neoliberalistische Finanz- und Wirtschaftspolitik der westlichen Industrienationen hat in den letzten 20 Jahren den Umverteilungsprozesses u.a. durch Deregulierung der Finanzmärkte und Steuerentlastungen beschleunigt. Dieser Effekt ist dort am Stärksten, wo die staatlichen Strukturen es den Vermögenseliten erlauben, sich ihrem Beitrag zum Erhalt des Gesellschaftssystems zu entziehen —“ sei es durch Steuerbetrug/Korruption wie in Griechenland und Italien oder durch niedrige Steuersätze mit zahlreichen Vergünstigungen für Kapitalvermögen wie in den USA. Wo die Schere zwischen Arm und Reich durch Steuerpolitik und Lobbyismus besonders stark auseinanderklafft, wird der Staat am schnellsten zum Schuldenmonopolisten.

Diese Überlegungen machen deutlich, warum der ständig wachsenden Zahl der (Multi-)Milliardäre auch ein immer größer werdender Schuldenberg gegenübersteht. Die Staaten sind das letzte Glied in der Kette, da diese die Schulden der Banken übernehmen, wenn die breite Masse der ärmer werdenden Bevölkerung (oder erfolglose Spekulanten) ihre Schulden nicht mehr bedienen können. Die Subprime-Krise mit der daraus resultierenden Überschuldung zunächst der Kreditnehmer, dann der Banken und schließlich der Staaten war der vorläufige Höhepunkt dieser Schuldenspirale. Ohne ein Prophet zu sein, lässt sich voraussagen, dass es nicht der letzte war, „um das System zu retten“.

[Autor: Himar Benecke]


Kommentare

31 Kommentare zu Die Krise unseres Finanz- und Geldsystems

  1. frank schrieb am

    Die Zeit für die Vollgeldreform ist gekommen. Die Piraten können das Thema in die Öffentlichkeit bringen. Die Altparteien trauen sich nicht das Thema auf die Tagesordnung zu setzen.

    Vom Teilreservesystem zum Vollgeld:

    http://www.monetative.de

  2. Domsgen Jörg schrieb am

    Sollten sich die Piraten tatsächlich dieses Problems annehmen – dem Zins-/Schuldgeld, welches unsere Gesellschaft nun schon seit einigen hunter Jahren zunehmend vergiftet, dann würde ich tatsächlich ernsthaft darüber nachdenken, in dieser Partei mitzuwirken.

    Ein Teilziel nach Prof. Bernd Senf sollte die Monetative sein.

    PS: wenn ihr für mich einen Kontakt im Raum Ostsachsen (Zittau/Görlitz) habt, wäre ich interessiert

  3. GeiGu schrieb am

    Endlich mal eine Partei, die die Fakten offen ausspricht. Ich hoffe, diese Linie setzt sich in der Partei fest! Dann mausert sich die Partei zu eine wählbaren Alternative.

  4. der brain schrieb am

    Wenn die Piraten sich dieser Wurzel des größten Teils unserer Probleme annehmen würden und es weit oben auf die Leitziele setzen, würde nicht nur ich die Piraten wählen sondern auch eine ganze Menge anderer, die sich dieses Problems bewusst sind.
    All die Schuldenprobleme der sogenannten „zivilisierten westlichen“ Welt sind auf dieses Übel zurückzuführen. Nur wird es durch unsere Massenmedien völlig aus den Köpfen der Menschen ausgeblendet….

    • Anonymous schrieb am

      Als ich hörte und sah, das Pronader sich mit dem Betrugsgeldsystem auseinandersetzt, war meine Entscheidung für einen Beitritt in die Piratenpartei gefallen. Deine und meine Aufgabe kann demnach nur sein dafür zu sorgren, dass die anderen ich ähnliches Wissen über das Banken-Staatenkartell aneignen wie wir es tun oder schon getan haben. Der Rest passiert dann von alleine.

      solidarischer Gruss
      Regenkoenig

  5. Marius schrieb am

    Gute Zusammenfassung so weit… und nun?
    Realistische Vorschläge, wie man es besser machen könnte?

    • Ralf Isleb schrieb am

      Lieber Marius,

      gute realistische Vorschläge müssen von möglikchst vielen erarbeitet werden, weil wir sie alle auch verantwortren müssen. Im Netz gibt es einige Vorschläge von Menschen, die sich mit unserem Geldsystem ernsthaft auseinandergesetzt haben indem sie nach ihrer Analyse des Systems zu Schlussfolgerungen gekommen sind. Ihre Schlussfolgerungen können uns bei der Entscheidungsfindung unterstützen. Nur entscheiden sollten wir gemeinsam und dazu müssen wir uns mit den Analysen und die draus resultierenden Lösungsvorschlägen auseinandersetzen oder gänzlich neue Lösungsansätze entwickeln.
      Ein erster guter Schritt ist die Auseinandersetzung über unser Geldsstem. Denn, wie schon Henry Ford anmerkte: „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“

      Mit solidarischen Grüßen
      Regenkoenig

  6. alpha242 schrieb am

    Perfekt. Endlich entdeckt eine Partei die wahren Ursachen der Finanzkrise und spricht sie an. Leider gibt es keine Lösung die dem Wähler und Steuerzahler gefällt. – Hyperinflation versus Währungsreform sind die Möglichkeiten.

    Trotzdem – meine Stimme ist der Piratenpartei sicher.

  7. FabRie schrieb am

    Ja, gut gebrüllt. Und nun?
    Was haben die Piraten – über die Beschreibung dieser Zusammenhänge und der Kritik daran (Womit sie nicht die einzigen sind! Beides ist offenbar gerade ein schöner Door Opener) hinaus – zu bieten!?
    Die Lösungsansätze, die sich allgemein zu diesem Problem abzeichnen, sind ja wirklich keine Veranlassung zu Freudentänzen. Wofür stehen die Piraten?
    Ein schlichtes Rebooten und Neustart mit neuen, bunten (Schuld)Scheinen?
    Ein mutiges Zurück zu edelmetallgedecktem Geld?
    Eine neue D-Mark oder zwei Euro-Systeme?

    • Anonymous schrieb am

      Das einfachste ist eine Parallelwährung mit Edelmetalldeckung. Gutes Geld hat die Eigenschaft schlechtes Geld vom Markt zu drängen. Bald haben die Piraten auch politische Möglichkeiten, Voraussetzung für die Umsetzung dieser Möglichkeiten ist die Verhinderung der Korruption unserer Leute in den Regierungen.

      Solidarische Grüsse
      Regenkoenig

  8. Toller Artikel!! Habe zu Beginn der Finanzkrise die Videos und Bücher von Prof. Bernd Senf und Prof. Josef Huber fasziniert studiert. Die Vollgeldreform ist meiner Ansicht nach die Lösung für eine grundsätzliche Änderung hin zu einer gerechteren Gesellschaft. Die Kombination mit dem bedingungslosen Grundeinkommen nach Josef Huber ist zu diskutieren!!
    Der Goldstandard ist für mich absolut keine Lösung, da das Gold von wenigen Händen manipuliert wird und die Schuldgeldproblematik bleibt!! Wer unbedingt den Edelmetallstandard will sollte Silber propagieren, da es nicht so leicht zu kontrollieren ist! Der Silberstandard war in den USA für viele Jahrzente das heisse Eisen! (Videotip: Wizard of Oz)
    Grundsätzlich gilt: Wer die Geldmenge kontrolliert, bestimmt über Inflation und Deflation. Dies ist Aufgabe einer demokratisch, bestimmten Einrichtung, ebenso ist der Geldschöpfungsgewinn (Seignorage) Sache des Staates und nicht wie jetzt der privaten Institutionen.

    • Ralf Isleb schrieb am

      Lieber Frank Adenauer,

      völig richtig. Nur müssten dann die Staaten ihre Bürger repräsentieren. Das können sie heute nicht mehr, weil das privatisierte Finanzkapital bestimmt wo es lang geht. Wenn sich eine Bevölkerung in Massen sachkundig macht, um ihre politische Verantwortung persönlich wahrzunehmen, bedarf es politischer Rahmenbedingungen die mit den etablierten Parteien nicht gegeben sind.
      Es bedarf einer Basisoffenen Partei und der Kraft ihrer Basis, diese Basisoffenheit mit ihrem gestalterischen Potential aufrecht zu erhalten. Hier liegt die Chance für eine Neuordnung der Welt. So wie sich die Welt im Augenblick neu organisiert bleibt für die Massen der Menschen am Ende im günstigsten Fall Armut, Elend und Barbarei.

      Mit solidarischen Grüßen
      Regenkoenig

  9. JennyGER schrieb am

    Klasse Artikel! Es freut mich sowas endlich auch bei den Piraten zu finden. So langsam habe ich wieder Hoffnung <3

    Wichtig ist zu begreifen, dass die Umverteilung durch das Geldsystem geschieht, während der Sozialstaat nur "zurückverteilen" kann, wobei er sehr ineffizient ist. Besser wäre es das Problem an der Wurzel zu packen und die Umverteilung durch das Geldsystem zu beenden. Wie die exponentielle Umverteilungsmaschine funktioniert schreibe ich hier: http://jennyger.blog.de/2012/04/25/exponentielle-umverteilungsmaschine-13575174/

    liebe Grüße und bitte macht weiter so!
    @_JennyGER_

  10. Shred schrieb am

    Ein sehr guter Artikel, der ein komplexes Thema leicht verständlich zusammenfasst.

    Alle, die „so, und jetzt, liebe Piraten?“ fragen, sollten eine Antwort auf diese Frage auch einmal bei den Altparteien suchen. Mit diesem Artikel sollte zum Beispiel klar sein, dass Merkels Sparpolitik rein gar nichts bringt, weil den Zinsen kein Gegenwert entgegensteht. Ein erster Schritt wäre vielleicht die Finanztransaktionssteuer, ist mit der FDP aber nicht zu machen.

    Ich glaube nicht einmal, dass die Altparteien überhaupt eingestehen, dass unser Geldsystem selbst das Problem ist und nicht die Schulden. Um Lösungen zu suchen, muss man aber zunächst offen über das Problem sprechen, wie es die Piraten jetzt machen.

  11. Paul schrieb am

    Das ist aber doch ein alter Hut.

    Ich würde sagen: einigermaßen verständlich, wenn auch nicht hinreichend erklärend zusammengefasst, was in einschlägigen Foren längst an der Tagesordnung ist, was sich in für mich unüberschaubaren Veröffentlichungen nachlesen lässt. Kommt mir wie eine reine Fleißarbeit vor – oder eine Strafarbeit.

    Und wenn jemand meint, das Besondere sei, dass es eine Partei ausspricht (oder jemand im Namen dieser Partei), dann ist das genauso lange so, wie die Piraten eben noch keine „richtige“ Partei sind. Wenn sie da länger mitmischen, also als Teil des am Selbsterhalt interessierten Systems, dann ists aus mit der freien Rede, dann kommen Parteipolitik, Fraktionszwänge, persönliche Interessen (Wahl bzw. Wiederwahl, in Aussicht stehende Boni etc.).

    • Ralf Isleb schrieb am

      Ein sehr alter Hut Paul, Ein alter Hut ist auch das Verhalten von etablierten Parteien. In ihnen hat die Basis alle vier oder fünf Jahre die Wahl die gleiche oder eine andere etablierte Partei zu wählen.
      Wenn es der Piratenbasis gelingt ihren Einfluss auf die von ihnen bestimmten Abgeordneten beizubehalten. entsteht eine völlig neue politische Kraft in der die Basis und damit das Volk bestimmt, wo es lang geht.

  12. phoenix84 schrieb am

    Danke für den guten Artikel, sehr wichtiges Thema—¦ Aber es gibt eine Partei, die das Thema und entsprechende Lösungen schon längst im Grundsatzprogramm hat: Partei der Vernunft 🙂

  13. Wolfpack schrieb am

    Monetative, Senf? LOL

    Wer kontrolliert die Geldmenge in deren System? Immernoch der Staat! Der gleiche „Staat“ der die ganze Macht abgegeben und somit den ganzen Mist verursacht hat.
    Wer ist den bitte so bescheuert und macht den Bock zum Gärtner?

    Lest Hayek und Mises!

  14. EuerFreund schrieb am

    Tja, liebe Leute.
    Ich bin ja schon froh, wenn überhaupt mal das Thema Geldsystem „angekratzt“ wird.
    Allerdings, so lieblos wie es hier dargestellt wird, könnte man meinen, es sind die Eliten, die uns in diese Lage gebracht haben. Nein, nein, nein.
    Es sind die Demokratien und ReGIERungsbeamte und ihre Sozialsysteme, die für die jetzige Lage verantwortlich sind. Die verschulden sich, indem sie Wahlversprechen abgeben, indem sie mehr Bürokratie aufbauen. Die verschulden sich, damit sie wiedergewählt werden. Ja, damit sie wiedergewählt werden.
    Die haben uns das eingebrockt, aber die müssen nicht dafür gerade stehen. Ratet mal, wer das muss.
    Roland Baader, wie ich eben hier gelesen habe ist einer der besten, den man dazu lesen sollte.

    P.S.:
    Meiner Meinung nach ist die Piratenpartei keinen Deut besser als die etablierten Parteien. Sie werden sich, wenn Sie „oben“ angekommen sind genauso an unserer Arbeit bereichern. Die Piraten sind ein trojanisches Pferd. Ich freue mich auf die Buuuuuuuuuuuhs. Im freiesten Land der Welt muss man das schon aushalten können. Also bitte.

    • Ralf Isleb schrieb am

      Lieber Freund,

      Eine Mehrheit ist Deiner Meinung. Diese große Zahl muss es auch geben damit unser Geldbetrugssystem weiterhin funtioniert. Es geht meiner Ansicht nach nicht um Schuldzuweisung an Hamster im Hamsterrad. Es geht um verstehen und die sich aus der Erkenntnis ergebende Schlussfolgerung umzusetzen.

  15. Peter Schütz schrieb am

    Sehr gut Piraten!
    Seit gut vier Jahren recherchiere ich intensiv zum Thema Finanzkrise/Geldsystem und betreibe hierzu einen eigenen Youtube-Kanal mit vielen Vorträgen (Wissensmanufaktur / INWO / Monetative und viele andere).
    Gern könnt ihr einmal meinen Kanal entern und mit den Vortragenden vielleicht mal Kontakt aufnehmen (ich weiss das dies schon in dem einen oder anderen Fall geschehen ist). Zugegeben: wer sich zum ersten Mal mit dem Thema Geldsystem beschäftigt, wird von Informationen geradezu erschlagen. Das Thema ist komplex, es gibt dazu viele Analysen und Lösungsvorschläge. Und überflüssigerweise behaken sich manche Geldsystemkritiker auch noch untereinander. Laßt euch jedoch deshalb davon nicht abbringen dieses Thema weiter zu verfolgen.

  16. Ralf Isleb schrieb am

    Das Geldbetrugssystem gehört auf die Tageordnung weil es uns bedroht. Staaten verhalten sich heute so, wie es das weltweite Finanzkapital vorgibt. Die Masse der Bevölkerung wird Desinformiert, Desorientiert und Demotiviert. Die Piraten werden bald heftigsten Angriffen von Seiten der Systemprofiteure aussgesetzt sein, weil eine Partei die Informiertheit, Orientiertheit und damit Lebensmut in den Mitgliedern weckt, die Auflösung des vorhandenen Systems einleiten wird, sofern die Partei ihren Charkter erhält.

    mit solidarischen Grüssen
    Regenkoenig

  17. Frank Engert schrieb am

    Liebe Geld-Interessierte,
    schaut einfach ‚mal auf die Seite http://www.eurorettung.org.
    Das was dort als Expressgeld auftritt, geht auf eine Entdeckung von Silvio Gesell aus den 20’er Jahren des vorigen Jahrhunderts zurück. Leider wurde es bislang unterschätzt und totgeschwiegen und auch sogar verboten. Aber darin steckt die hoffentlich kommende Zukunft.
    Die Zukunft hat auch schon begonnen, nämlich u.a. im Chiemgau seit ca. 10 Jahren mit Erfolg (Stichwort: Chiemgauer).
    Die Praxis ist nicht immer so kompliziert, wie manche Ökonomen (‚Experten‘) es versuchen uns glauben zu machen. Aber die Experten sind ja heute ziemlich ratlos bzw. konfus.

    Frank Engert

  18. Lisa 459 schrieb am

    Mein Vorschlag zur Lösung dieses Problems wäre eine Vermögenssteuer. Diese würde, wenn sie hoch genug ausfällt, eine zu hohe Anhäufung des Kapitals und damit die Möglichkeit von Zinsen allein zu leben verhindern aus der anderen Seite würde sie die Staatskasse auffüllen.

    Problem :
    Die Besitzer großer Kapitalmengen würden in vielen Fällen anfangen diese Geldsummen im Ausland zu lagern. Auf diesem Gebiet wäre also ein Großes Maß an Internationaler Zusammenarbeit nötig, was wie man weiß immer etwas schwierig ist.

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  20. Horizont schrieb am

    Ihr steht zu einem bedingungslosen Grundeinkommen, realisiert, dass es grenzenloses Wachstum nicht geben kann, nun macht logischerweise bitte auch das perfide Geldsystem mit Zins-und Zinseszins publik, damit draußen jeder versteht, warum wir so nicht weitermachen können!

    Wenn ihr dies‘ tut, setzt Ihr zur Wahl ein Alleinstellungsmerkmal. Ihr seid frisch, unverbraucht und habt den Vorteil, von unten heraus zu agieren. Ihr seid aus dem Volk geboren und nur von dort aus ist Veränderung möglich. Wenn ihr das transportieren könnt – bei allem, was auch noch nicht perfekt ist (da wird man euch zu packen versuchen) – habt ihr 2013 meine Stimme!!!

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