Dortmunder Piraten für Hilfe in Not

Bild: FOTO: Oliver Bayer / Header Timecodex - CC BY NC SA

– Missbrauch wirksam verhindern

Für die Dortmunder Piraten schließen sich Datenschutz und Hilfe für Menschen in Not nicht aus.

torsten-sommer-3„Hier wird, mal wieder, ein Szenario aufgebauscht, das so gar nicht oder nur extrem selten existiert“ so Torsten Sommer, Landtagsabgeordneter der Piraten „Und das nur, um eine möglichst lückenlose Überwachung zu schaffen.“

Wem es darum geht, Menschen in Not durch eine Ortung seines Mobiltelefons zu helfen, wird gerne zustimmen, dass dies nur mit völliger Transparenz für den Betroffenen geschehen darf.

Es muss verhindert werden, dass jemand nachschaut, wo sein Lebenspartner gerade ist oder bei wem der Nachbar sich aufhält, nur weil er dessen Handynummer kennt.

Auch wenn staatliche Stellen Datenschutz gerne vergessen, hat er eine grundsätzliche Bedeutung. Jeder Abruf muss protokoliert werden, und anschließend erhält der Geortete eine Meldung über die Ortung.

Das Projekt der Björn-Steiger-Stiftung erscheint durchaus interessant. Wir Piraten schlagen der Stiftung vor, die Funktionsweise und den Quellcode der Software zu veröffentlichen, so dass wir als Gesellschaft gemeinsam in der Lage sind, eventuelle Datenschutzprobleme zu lösen und gleichzeitig maximale Hilfsoptionen zu gewährleisten. Dies sollte keine Schwierigkeit darstellen, da es sich hierbei um Allgemeinwohl handelt und Transparenz Vertrauen schafft.

„Menschen sterben nicht durch Datenschutz. Menschen sterben, wenn nicht altersbedingt, durch Unfälle oder Verbrechen,“ sagt Sommer. „Das Orten ihrer Mobiltelefone wird das nicht ändern.“

 

Die Dormunder PIRATEN beziehen sich in ihrem Statement auf einen Beitrag der Ruhrnachrichten, nachdem die Feuerwehr bei Notfällen keine Handys mehr orten darf.

 


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