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Die Guten ins Töpfchen die Schlechten ins Kröpfchen

cc-by-sa 4.0 superbass
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Düsseldorf, 01.01.2017

Bis in die 60er Jahre gab es in den USA Restaurants, Parkbänke und Toiletten nur für „Weiße“ und im Apartheidsregime Südafrikas bis Ende des 20. Jahrhunderts Strandabschnitte nur „für Angehörige der weißen Rasse“. Am Kölner Hauptbahnhof wurden am Silvesterabend 2016 zwei Türen als alleinige Ausgänge zur Domplatte hergerichtet. Im zuvor vorgestellten Sicherheitskonzept war davon nicht die Rede. Auch die Bundespolizei habe laut Medienberichten eine solche Vorgabe nicht gegeben. Die Ankommenden wurden über diese Türen im Ausgangsbereich des Bahnhofs in zwei Gruppen geteilt.

Nach dem katastrophalen Versagen der Sicherheitsbehörden und aller Verantwortlichen zu Silvester 2015 sollte der Jahreswechsel 2016 „geregelt“ stattfinden. Aber erneut schlug die Strategie fehl: Die vor Ort agierenden Einsatzkräfte griffen etwa nicht gezielt auffällige Menschen auf und kontrollierten diese, sondern separierten „Weiße“ von äußerlich anders aussehenden Menschen. Über die beschriebenen Ausgänge separierte die Polizei die von ihnen so bezeichnete „Klientel“ zu den verschärften Kontrollen von Weißen und Frauen im Allgemeinen.

Michele Marsching, Spitzendkandidat der Piraten zur Landtagswahl 2017 zu den Vorfällen: „Das ist nicht nur Racial Profiling, das ist Separation. Verdachtsunabhängige Personenkontrollen, weil Menschen aufgrund ihres Aussehens unterstellt wird, kriminell zu sein, nur weil sie anders aussehen, einer anderen ethnischen Gruppe oder Religion angehören, lehnen wir rigoros ab. Wenn man das weiterdenkt … :(“

Thomas Hegenbarth, Sprecher der Piraten im Rat der Stadt Köln ergänzt: „Das Ziel der Einsatzkräfte war richtig. Rassismus ist allerdings nie eine Lösung. Wer öffentlich von Klientel und ‚Nafris‘ spricht, schürt Fremdenhass.“

Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung:

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Dennis Deutschkämer

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