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forsa – Meinungsforschung oder Meinungsmache?

Gastbeitrag von Lutz Martiny, Direktkandidat WK 100 zur Landtagswahl NRW

Zum zweiten Mal meldete sich forsa bei mir zu einer Befragung. Dieses mal zum Thema: Umfrage zu Politik, Parteien im Allgemeinen, Zufriedenheit, Mitgliedschaft in einer Partei und Zufriedenheit damit…, was würden Sie wählen…
Die Skalen reichten von sehr zufrieden bis sehr unzufrieden oder volle Zustimmung bis volle Ablehnung. Unter den Parteien waren CDUCSUFDPGRUENELINKE vertreten, ebenso die AFD, nach Piraten wurde nicht gefragt.

Das nennt sich ‚Meinungsforschung‘ – Zuerst wird eingeschränkt, dann abgefragt und zwar auf der Basis von Meinungsforschungsergebnissen der Institute, bei denen nur noch erscheint, wer aufgrund solcher Umfragen einen Balken hat.
Fazit: Diese Partei existiert für den Befragten gar nicht mehr.

Und wenn man nachhakt?
Die Menschen am Telefon, die von forsa, Infratest dimap, EMNID oder anderen Instituten beauftragt sind, können nur sagen: „So sind die Fragen.“ Sie wissen nicht, warum eine Partei ausgelassen wird, die im Landtag vertreten ist, dafür eine andere Partei in den Fragen präsent ist, obwohl sie nicht im Landtag sitzt.
Wenn gefragt würde: „Welches Wetter gefällt Ihnen am Besten?“, sind die Antwortmöglichkeiten offen und garantieren Vielfältigkeit.
Wenn gefragt wird: „Welches Wetter von diesen ziehen Sie vor: Sturm, Hagel, Regen?“ sind die Möglichkeiten von vornherein stark eingeschränkt.
Auf diese Weise wird statt sachlich abzufragen, Politik gemacht.
Politik durch Weglassen.

Infos zum Direktkandidaten:
smartgerecht.nrw
WDR-Kandidatencheck

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