Rote Karte für Mortler am Weltdrogentag: Weed like to talk.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mortler, sinniert weiterhin über sogenannte Stoffgruppenverbote. Sie versucht damit, das Problem zu »lösen«, dass die Realität ein Hase- und Igel-Spiel mit ihrer als wirklichkeitsfremd und lebensgefährlich erwiesenen verbotsorientierten Drogenpolitik treibt.

Wir Piraten orientieren uns lieber nach vorne und unterstützen zukunftsorientierte, wissenschaftlich fundierte Ansätze, die eine Fülle von Problemen gleichzeitig und an der Wurzel lösen können, anstatt, wie bisher, an den Symptomen herumzudoktern.

Am heutigen Weltdrogentag möchten wir der bei der bereits in der Benennung des Tages als »International Day against Drug Abuse and Illicit Trafficking« angelegten Bewertung unsere eigene entgegenstellen:

Ja, wir müssen den Drogenmissbrauch und den illegalen Verkehr mit Drogen bekämpfen – indem wir die Menschen zu einem verantwortungsvollen Gebrauch von Genussmitteln befähigen und dem organisierten Verbrechen durch konsequente Legalisierung von der Erzeugung bis zum Verkauf den Boden entziehen.

Wir haben dabei naturgemäß die weltweite Dimension und die ganze Vielfalt der Drogen- und Suchtproblematiken gleichermaßen im Blick, aber man muss auch irgendwo anfangen. Und heute beginnen wir bei der wohl bedeutendsten, heute illegalisierten Pflanze: Dem Cannabis. Statt die Menschen dazu zu bringen, sich mit immer gefährlicheren Stoffen ihren Rausch zu verschaffen, sollten die natürlichen Drogen endlich legalisiert und kontrolliert abgeben werden. Dann müssen auch nicht mehr Unsummen für die Verfolgung von Verbrechen ausgegeben werden, die die Verbotspolitik sich zuvor selber geschaffen hat.

 

Die Piratenpartei unterstützt die Geplante Europäische Bürgerinitiative
»Weed like to talk«
und ruft zur Zeichnung auf.

 

Gegenstand der Initiative ist eine europäische Lösung für ein europäisches Problem: Der Legalisierung von Cannabis. Sie hat das Ziel, dass die Europäische Union zu einem einheitlichen Umgang mit der Regulierung der Produktion, dem Handel und dem Konsum von Cannabis findet. Dieser muss die Gleichheit aller EU-Bürgerinnen und -Bürger vor dem Gesetz sicherstellen, die Gesundheit der Konsumenten schützen und den illegalen Handel mit Cannabis beenden. Wir brauchen einen Quantensprung hin zur Legalisierung von Cannabis und zu einer Harmonisierung der nationalen Gesetzgebungen in der ganzen Europäischen Union.

Der leider nur englischsprachig vorliegende Originaltext der Initiative kann hier abgerufen werden. Von dort kommt ihr über den Knopf »Unterstützen« auch zu dem Formular, in dem ihr die Initiative unterstützen könnt.

 


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